Die 7 größten Sauberkeitsmythen

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Die 7 größten Sauberkeitsmythen

Die 7 größten Sauberkeitsmythen

Die 7 größten Sauberkeitsmythen

Rund um Hygienestandards und Putzrituale ranken sich viele Mythen. Einige von ihnen sind wahr, andere sollten kritisch hinterfragt werden. In diesem Beitrag finden Sie eine Auflistung einiger Sauberkeitsmythen, die wir einmal genauer unter die Lupe genommen haben.

 

1.Auf Geld sammeln sich Bakterien und Keime? Falsch!

„Wenn du Geld angefasst hast, musst du dir hinterher unbedingt die Hände waschen.“ Kinder dürfen sich diesen Satz regelmäßig anhören. Doch, was ist wirklich dran am „schmutzigen Geld“?Erst einmal liegt es nahe, dass Geld Keime und damit auch Krankheiten übertragen kann. Schließlich wechselt in Deutschland jeder Euro etwa vierzig Mal pro Jahr den Besitzer und geht dementsprechend auch durch viele Hände.Doch, von einer wirklichen Keimschleuder sind Mützen und Geldscheine viel weiter entfernt als angenommen: Australische Forscher haben herausgefunden, dass Münzen und Geldscheine nur in so geringer Menge mit Bakterien belastet sind, dass für uns keine Ansteckungsgefahr besteht. Damit ist widerlegt, dass Geld eine Krankheitswelle begünstigt.Mehr noch: tatsächlich haben es Bakterien, vor allem auf Münzgeld, richtig schwer zu überleben. Denn dort wird Kupfer verarbeitet, das für Bakterien tödlich ist.

2.Kosmetika sind Keimschleudern? Richtig!

Der erste Fakt hat Sie bereits überrascht? Dann wird Sie dieser hier auch zum Staunen bringen: Wussten Sie, dass Kosmetika zu den größten Keimschleudern des Alltags zählen und einen perfekten Nährboden für Mikroben aller Art bieten? Ein unangenehmer Gedanke, dass viele von uns etwas auf das Gesicht auftragen, das von seiner Kontamination her etwa der eines Toilettensitzes entspricht...

Tipp: Kosmetikpinsel regelmäßig unter lauwarmem Wasser ausspülen. Es gibt zudem entsprechende Shampoos, die für zusätzliche Sauberkeit sorgen.

3.Antibakterielle Reinigungsmittel sind überflüssig? Jein!

Unsere Angst vor Bakterien und Keimen verleitet uns oft dazu, zu antibakteriellen Reinigungsmitteln zu greifen, um Bad, Küche oder die Waschmaschine zu reinigen. Doch, wie wirkungsvoll sind diese Reinigungsmittel wirklich? Schützen sie uns tatsächlich besser vor Keimen? Darauf gibt es eine klare Antwort: Jein.Viele der Mikroben, die sich im Haushalt tummeln, sind für unseren Organismus tatsächlich völlig ungefährlich. Aus diesem Grund macht auch antibakterieller Reiniger nur bedingt Sinn. Mehr noch: Dieser richtet sogar oft mehr Schaden an, als dass er nutzt. Über das Abwasser gelangt er in die Umwelt, wo er das bakterielle Gleichgewicht stört. Die Folge: wir begünstigen die Bildung von resistenten Bakterien.Eine gute Alternative ist Essigreiniger. Dieser reicht oft aus, um für die nötige Hygiene in den eigenen vier Wänden zu sorgen.

 

4.Holzschneidebretter sind Keimschleudern? Falsch!

Wie für die meisten Haushaltsgegenstände gilt auch hier: gut gereinigt ist halb gewonnen. Reinigen Sie Ihre Schneideblätter regelmäßig und das zudem gründlich. Dann können Sie diese bedenkenlos verwenden.Plastikbretter kann man zwar bei 60°C in die Spülmaschine geben, sodass Bakterien und Keime keine Chance haben. Doch, im Gegensatz zu Plastik, besitzt Holz dank seiner Harze und ätherischen Öle keimtötende Eigenschaften. Zudem weisen einige Holzarten keimtötende Gerbsäure auf. Auch diese verhindert ein Ansiedeln von Mikroben auf der Oberfläche. Die schnelltrocknende Eigenschaft von Holz, verhindert außerdem ein langes Überleben von Bakterien auf den Schneidebrettern.

 

5.In der Küche reicht ein Handtuch für Geschirr und Hände? Falsch!

Zwei Fliegen mit einem Handtuch schlagen? Keine gute Idee... Um in der Küche einen guten Hygienestandard zu gewährleisten, sollten Sie auf jeden Fall zwei unterschiedliche Handtücher für Hände und Geschirr benutzen. Insbesondere auf den Händen können sich Darm-Keime sammeln. Damit diese nicht ins Essen gelangen, sollten beide Handtücher getrennt gelagert und außerdem regelmäßig ausgetauscht werden. Idealerweise wechseln Sie Geschirrhandtücher bereits nach ein paar Tagen, um der Ansammlung von Keimen vorzubeugen.Tipp: anstelle eines Händehandtuchs können Sie auch auf Papierhandtücher zurückgreifen. Diese landen nach der Benutzung im Abfall und verhindern somit eine Kontamination umliegender Küchenutensilien und -Oberflächen.

6.Händetrockner sind besser als Papierhandtücher? Falsch!

Inzwischen findet man sie fast überall. In Bars. In Restaurants. In Kaufhäusern. Bei der Arbeit: Händetrockner. Warme Luft soll hier den Zweck erfüllen, den vorher Papierhandtücher erfüllt haben – und, dabei sollen sie noch umweltschonend sein. Ein Supertalent ohne Makel? Das ist leider ein Trugschluss: Auf der Hygiene-Skala liegen die Warmluft-Trockner leider ganz weit unten.Die ausgestoßene Luft verteilt Bakterien und Keime über eine Fläche von bis zu 3 Metern. Im Vergleich zu Papierhandtüchern sind Handtrockner somit wahre Bakterienschleudern. 

 

7. Mit den neuen Waschmitteln wird die Wäsche schon bei geringer Temperatur rein? Falsch!

Auch wenn die Waschmaschinen heutzutage bei niedrigen Temperaturen bereits sehr viel gründlicher reinigen als in der Vergangenheit, heiß ist immer noch hygienischer. Vor allem bei stark verschmutzter Wäsche, ist ein Waschgang bei 60°C zu empfehlen. So beugen Sie dem Verteilen von keimen in der Waschmaschinen-Trommel vor. Bei 60°C und einem Vollwaschmittel haben Keime und andere Bakterien keine Chance.


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